Radonschutz im Erzgebirge
Im Erzgebirge ist Radon kein Randthema: 71 Gemeinden in unserem Einsatzgebiet sind amtlich als Radonvorsorgegebiet festgelegt – auch Mulda, wo unser Betrieb sitzt. Wir dichten Bodenplatte und Kellerwände radondicht ab.
Radonvorsorgegebiete in unserem Einsatzgebiet
Der Freistaat Sachsen hat Ende 2020 die Gemeinden festgelegt, in denen erhöhte Radonwerte in Gebäuden zu erwarten sind. Maßstab: Auf mindestens drei Vierteln der Gemeindefläche wird in mindestens zehn Prozent der Gebäude der Referenzwert von 300 Becquerel pro Kubikmeter Raumluft überschritten.
In unserem Einsatzgebiet betrifft das 71 von 154 Gemeinden mit rund 383.942 Einwohnern, zum Beispiel Mulda, Freiberg, Brand-Erbisdorf, Sayda, Frauenstein, Marienberg, Olbernhau, Annaberg-Buchholz, Zschopau, Flöha, Oederan, Freital, Dippoldiswalde und Altenberg. Chemnitz und Dresden gehören nicht dazu.
Gestein, Uran und Bergbau
Das Erzgebirge gehört zu den Regionen, in denen die Radonkonzentrationen höher sind als in vielen anderen Teilen Deutschlands. Radon entsteht beim Zerfall von Uran im Gestein – im Erzgebirge wurde Uranerz bis 1990 von der Wismut abgebaut. In unmittelbarer Nähe von Halden und Wetterschächten des Alt- und Uranbergbaus hat das BfS zudem deutlich erhöhte Werte in der Außenluft gemessen.
Was gilt für Sie als Eigentümer? Für bestehende Wohngebäude gibt es auch im Radonvorsorgegebiet keine Pflicht zu handeln. Wer neu baut, muss dort zusätzliche Schutzmaßnahmen einplanen, und Arbeitsplätze im Keller oder Erdgeschoss müssen gemessen werden. Das BfS empfiehlt, die Belastung zu senken, wo das mit vertretbarem Aufwand möglich ist – der wirksamste Weg ist, die Eintrittswege über Bodenplatte und erdberührte Wände abzudichten.
In vier Schritten zu einem radonsicheren Haus
Messen
Eine Langzeitmessung zeigt, wie hoch die Belastung tatsächlich ist. Messgeräte bieten anerkannte Messstellen an.
Eintrittswege finden
Bei der Vor-Ort-Analyse prüfen wir Bodenplatte, Kellerwände, Fugen und Durchführungen.
Radondicht abdichten
Bodenplatte und erdberührte Wände werden mit ISOKRISTALL abgedichtet – radondicht laut Zertifikat.
Kontrollieren
Eine Messung nach der Sanierung zeigt, dass die Maßnahme wirkt.
Fragen zum Radonschutz im Erzgebirge und in Mittelsachsen
Liegt mein Ort in einem Radonvorsorgegebiet?
Die vollständige Liste veröffentlicht das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. In unserem Einsatzgebiet gehören unter anderem Mulda, Freiberg, Brand-Erbisdorf, Marienberg, Olbernhau, Annaberg-Buchholz, Zschopau, Flöha und Oederan dazu. Wir sagen Ihnen gerne, wie es bei Ihnen aussieht.
Ich wohne nicht in einem Radonvorsorgegebiet – bin ich sicher?
Nicht automatisch. Die Festlegung beschreibt eine Wahrscheinlichkeit für die ganze Gemeinde. Auch außerhalb können einzelne Häuser erhöhte Werte haben. Sicherheit gibt nur eine Messung.
Wie messe ich Radon?
Am aussagekräftigsten ist eine Langzeitmessung über mehrere Monate, weil die Werte schwanken und im Winter meist höher sind. Messgeräte bieten anerkannte Messstellen an.
Daten und Quellen: Zensus 2022, Statistisches Bundesamt (Destatis) (Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0); Digitales Geländemodell DGM200, Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) (Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0); Hinweiskarte Starkregengefahren, Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) (Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0); © OpenStreetMap-Mitwirkende (Open Database License (ODbL)); Radonvorsorgegebiete in Sachsen – Strahlenschutz Sachsen (LfULG); Tabelle der als Radonvorsorgegebiet festgelegten Gemeinden (PDF); Radonvorsorgegebiete in Sachsen ausgewiesen – Medienservice Sachsen; BfS – Ergebnisse der Radon-Freiluftmessungen in Bergbaugebieten; BfS – Radon im Uranbergbau (2023); Lungeninformationsdienst – Vorkommen und Konzentrationen von Radon. Stand der Daten: 09/2026.
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